Fiona Howard erzielt neue persönliche Bestleistung in Hagen a.T.W. – „Er ist etwas ganz Besonderes“

Fiona Howard erzielt neue persönliche Bestleistung in Hagen a.T.W. – „Er ist etwas ganz Besonderes“

(Hagen a.T.W.) Die gebürtige Britin und für die USA startende Paralympics-Siegerin Fiona Howard setzte ihre beeindruckende Form beim CPEDI3* der Covalliero Dressage Days fort. Mit ihrem Paralympics-Partner Diamond Dunes sicherte sie sich ihren zweiten Sieg des Wochenendes im Bruns & Stamp Pferdezucht – Preis, Grade II Grand Prix Test B und erzielte dabei mit 80,833 Prozent eine neue persönliche Bestleistung. Ihren außergewöhnlichen Tag komplettierte sie mit Rang zwei auf ihrem vielversprechenden Nachwuchspferd Ferguston, der 75,889 Prozent erreichte.

Für Diamond Dunes war es der erste internationale Turnierstart seit mehr als einem Jahr und der 13-jährige Wallach von De L’Or, im Besitz des Hof Kasselmann und der Dressage Family LLC, knüpfte genau dort an, wo er aufgehört hatte — mit einem Sieg. Howards bisherige persönliche Bestleistung von 80,444 Prozent hatte sie Anfang des Jahres beim Global Dressage Festival in Florida mit Vianne, der Stute ihrer Teamkollegin Kate Shoemaker (USA), erzielt. Trotz des rekordverdächtigen Ergebnisses gab Howard zu, vor allem dankbar zu sein, wieder im Sattel zu sitzen. Nach ihrer letzten Operation verbrachte sie vier Wochen im Gips. Sobald dieser entfernt wurde, kehrte sie direkt auf den Hof Kasselmann zurück, um ihr Training fortzusetzen und sich auf die FEI World Championships vorzubereiten.

Sie haben heute erneut eine persönliche Bestleistung erzielt. Wie hat sich die Prüfung angefühlt?

„Als ich gestern mit ihm ins Viereck geritten bin, fühlte er sich einfach so gut an und war komplett bei mir. Ich bin erst vor fünf Wochen am Bein operiert worden, deshalb wusste ich ehrlich gesagt nicht, was mich erwartet. Er hat gestern wirklich alles für mich gegeben und das hat mir viel Vertrauen für heute vermittelt. Er schuldet mir gar nichts, aber er hört mir zu und trägt mich durch die Prüfung. Jedes Mal, wenn wir ins Viereck reiten, möchte ich einfach nur den Ritt genießen. Er ist wirklich etwas ganz Besonderes.“

Sie scheinen aus jedem Rückschlag noch stärker zurückzukommen.

„Die letzten 18 Monate waren unglaublich hart. Ich hatte mehrere große Operationen, aber ich habe auch sehr viel gelernt und bin als Mensch und als Athletin gewachsen. Ohne mein Support-Team hätte ich das alles nicht geschafft. Sie haben so hart gearbeitet, um mir durch jeden Rückschlag zu helfen, mein Training anzupassen und sowohl mich als auch die Pferde zu unterstützen. Nach einer Operation zurückzukommen, ist nie einfach. Deshalb bin ich unendlich dankbar für alles, was sie getan haben.“

Sie wurden außerdem Zweite mit dem achtjährigen Ferguston.

„Er war unglaublich. Das ist erst sein drittes internationales Turnier in diesem Jahr, und er wird einfach jedes Mal besser. Ich freue mich sehr auf seine Zukunft.“

Welches Pferd werden Sie am Sonntag in der Grade II Kür reiten?

„Ferguston. Ich möchte wirklich, dass er weiter Erfahrungen sammelt, deshalb freue ich mich darauf, morgen mit ihm die Kür zu reiten.“

Mit Blick auf die FEI World Championships: Wäre Diamond Dunes Ihre erste Wahl?

„Ich denke, die Ergebnisse sprechen ihre eigene Sprache, aber letztlich ist das nicht meine Entscheidung. Das liegt bei unseren Selektoren. Natürlich hat Diamond Dunes sich bereits als Championatspferd bewiesen, aber ich wäre geehrt, die Vereinigten Staaten in Aachen zu vertreten – ganz gleich, mit welchem Pferd ich nominiert werde.“

 

Foto: Fiona Howard und Diamond Dunes © Foto Rüchel